Fressen, Kotzen, Hungern, Ritzen...

... das ist es, woraus mein Leben im Moment (wieder) fast nur noch besteht. Schwarz-Weiß-Denken bis zum geht nicht mehr. Nur ist Schwarz dabei die eindeutig dominierende Farbe.

Ich hasse meinem Körper! Und NEIN! ich werde nicht schwimmen gehen. Nicht so, wie ich aussehe. Da könnt ihr sagen, was ihr wollt. Ihr müsst ja auch nicht alles unbedeckt sehen. Überall FETT. Zehn verdammte Kilos hab ich in der Klinik zugenommen und nun schaffe ich es nicht, die wieder weg zu kriegen. Wie auch, wenn ich den Sport komplett aufgebe. Ich mache überhaupt nichts mehr....

Nächste Woche will die Tante vom Jugendamt vermutlich hier hin kommen (wenn meine Eltern zustimmen). Hoffentlich geht das endlich vorwärts. Ich will einfach nur hier weg.

Nicht falsch verstehen. Meine Eltern haben auch ihre guten Seiten. Aber so geht es einfach nicht weiter.

Schule läuft auch mehr vor sich hin. Gut, heute in Mathe ne 1! wiederbekommen. Aber die drei in Philo war scheiße.

 Fazit: Wenn ich nicht bald hier raus komme, weiß ich nicht, wie es weiter geht. Dann werd ich mich wohl entscheiden müssen, ob ich weiter vor mich hin vegetiere oder ...

1 Kommentar 10.6.08 23:54, kommentieren

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Gedankenchaos und alte Freunde

Komischer Tag, scheiß Tag? Keine Ahnung. Gefühle gleich null. Oder doch nicht. Völlige Verwirrung, Gefühlschaos. Gestern war so geil. Mittwoch (zumindest der Abend) auch. Donnerstag aushaltbar. Hatte das Gefühl gesund zu werden. So richtig. Hatte alles beiseite geschoben, Pläne gemacht, die Zeit genossen. Jetzt ist es leer.

 Hab mich mit einer Freundin getroffen. Noch von meiner alten Schule. Das ist wohl das Problem. Eigentlich mag ich sie. Glaub ich zumindest. Aber sie war damals auch nicht für mich da. Hat mich wie alle im Stich gelassen. Telefonieren, eventuell treffen noch zu Geburtstagen oder Festen. Ansonsten sehr unregelmäßiger Kontakt. Angespannt bei Treffen, blos die Maske aufbehalten, auch wenn sie jetzt eigentlich nicht mehr benötigt wird.

Es war doch alles gut

Konnte sie nicht ansehen, nicht in die Augen gucken. Ins Leere, die Luft gesprochen. Nur mit halbem Ohr zugehört. Mit Gedanken in der anderen Welt verloren. Blos nichts anmerken lassen. Endlich zuhause. Erleichterung. Allein sein. Zur Ruhe Kommen.

Gleich noch feiern.

Vorher an die Vorsätze denken und etwas gutes für sich tun, damit nichts passiert.

24.5.08 19:37, kommentieren

Reflektion

ok, ich bin wieder zuhause. Seit nunmehr 16Tagen. Und was hat es nun gebracht, dieser Trip in die Welt der Irren? -VIEL es hat unglaublich viel gebracht. Das heißt noch nicht, dass ich jetzt mit allem (oder dem meisten) zurecht kommen würde, aber es geht immerhin besser als vorher. Ich beginne langsam zu reden, bin im gesamten offener und lockerer geworden, fühle mich, gerade nach dem, was ich in der Klinik zugenommen hab immernoch als fette Kuh, konnte es aber bis jetzt zumindest bebehalten regelmäßig zu essen und nicht mehr so oft zu kotzten, habe bisher wohl wieder öfter, aber nicht mehr so tief geritzt.

Tja, wie soll es jetzt also weiter gehen. Derzeit warte ich noch auf Nachricht vom Jugendamt. Nach dem ersten Gesrpäch, das ich wohl komplett in den Sand gesetzt habe, ist meine Hoffnung auf Unterstützung von denen ja bis nahzu auf null gesunken. Aber meine Huhu will da ja noch mal anrufen. (Hat sich heute auf meine Mailbox gesprochen, dass ich sie doch bitte noch mal anrufen soll, weil sie beim Jugendamt keinen erreicht hat. HALLO! als ob mich irgendwer an ein Telefon kriegen könnte! Das muss dann wohl bis zu meinem nächsten Termin am Montag warten)

Wie sich das mit meinem Eltern verändert hat (wenn es sich denn verändert hat) kann ich jetzt hier so nicht schreiben. Das ist mir viel zu kompliziert, als das ich das selbst durchblicken würde. Da versagt wohl meine Gabe zur Selbstreflektion.

16.5.08 19:42, kommentieren

Wer eine Zwangsjacke will, melde sich...

eine schlaflose Nacht hintermir, eine schlaflose Nacht vor mir? Wäre gut möglich. Panik und Euphorie wechseln sich ab. Dazwischen die altbekannte Leere. Wenn ich nur wüsste, was da auf mich zu kommt.
Was ich also eigentlich sagen will: die Klinik hat sich gemeldet und ich bin ab morgen wech. Jetzt isses raus und bevor ich den Text noch wieder lösche höre ich lieber direkt wieder auf zu schreiben, drücke auf bloggen und versuch mich mit meinem Bettchen zu versöhnen.

 

und bevor ich es noch vergesse:  Dank euch, für die lieben Rückmeldungen

27.3.08 22:04, kommentieren

schlaflos

Es ist drei Uhr nachts und ich bin noch immer hellwach. Kein Verlangen nach Schlaf, kein Verlangen nach meinem Bett. Mir ist kalt, aber da achte ich nicht weiter drauf. Das bin ich gewohnt. Mein Zimmer ist im Winter immer kalt. Keine Lust die Heizung höher zu stellen. Die letzte Nacht hab ich fast nur wach gelegen. Vollkommen zerschlagen nach dem Training, aber doch an Schlaf nicht zu denken. Ich sollte also eigentlich müde sein, bin es aber nicht. Oder doch? hmmmm Leere.
Ich kann die Frage, wie es mir geht nicht beantworten. Ich weiß es nicht. Da ist nichts. Einfach nichts. Nur diese verdammte Leere. Immerhin besser als wenn es mir schlecht ginge. Oder?
Da ist wieder das Verlangen nach der Klinge. Aber ich kann noch rational darüber nachdenken. Das sollte mich eigentlich davon abhalten. Zudem das Platzproblem, dass mich nun jedesmal in den Wahnsinn treibt. Den Druck nur noch vergrößert. Die Hemmschwelle für andere Körperteile sinkt ganz langsam. Die Hemmschwelle über allte Narben zu gehen sinkt langsamer. Eine "Lösung" wird doch immer gefunden. Muss gefunden werden.

1 Kommentar 21.3.08 03:10, kommentieren

zeichnen

Ich zeichne nicht gerne. Nach dem Linearen Prinzip zu zeichnen ist langweilig und nervig. So konnte man mich noch vor einem Jahr reden hören. Heute habe ich anderthalb stunden nach eben diesem Prinzip gezeichnet. Dabei hab ich an nichts weiter, als den nächsten Strich gedacht. Nur noch der Strich zählte. Der nächste Strich, der nächste Strich, der Strich, Strich, StrichStrichStrichStrichstrichstrichstrichstrich Und jezt könnte ich weiter machen -.-

16.3.08 00:09, kommentieren

es geht abwärts; unten wartet das Chaos

die Musik plärrt, die Tasten klappern, der Tee rinnt durch die Speiseröhre in den Magen, der bis zum Rand vollgestopft ist. Ein Tag voller fressen, faulenzen und noch mal fressen. Wochenlang geschafft die Kalorien zu kontrollieren, nun wieder die Kontrolle verloren; wie so oft die letzten Tage. Nur so extrem. Totaler Rückschritt. Nicht einmal kotzen geschafft. Nicht aufgeräumt, nicht gelernt, nicht saubergemacht, nichts. Versagt. Auch nicht geredet. Alles abgeblockt. Sehnsucht nach der Klinge. Auch das viel zu oft diese Tage. Morgen: Besuch. Ich will nicht. Will niemanden sehen; mich verkriechen; einschlafen, nicht mehr aufwachen. Eine Nacht durchschlafen, nicht stundenlang wach im Bett liegen. Nicht essen, dünn werden, einfach verschwiden, alles hinter mir lassen. ICH WILL NICHT MEHR.

Gedankenchaos in meinem Kopf. Will nicht aufhören. Nichts klar zu fassen; einfach zu viel.

Ich klinke mich aus. Schalte alles ab. Auf automatik gestellt. Ja mir geht es gut, nein es ist nichts, ich bin nur müde, was machen wir morgen?, ach nein, da kann ich nicht, Montag, ja das geht, kein Problem *AHHHH* Gefühle? Die sind nicht vorgesehen.

Kopf gegen die Wand schlagen verbraucht 180Kcal, und wenn ich im sitzen den Tisch nehme?

3.2.08 22:41, kommentieren