Weihnachtsbaum und andere Freuden

Gestern haben wir (bzw ich) den Weihnachtsbaum aufgestellt. Das erste mal, dass ich mich ganz alleine darum kümmern durfte/konnte, dass der Baum so wird, wie ich ihn mir vorstelle. Und zumindest einer meiner Mitbewohner meinte, dass er ihm gefällt. =)  Oh mann, ich war gestern so unheimlich gut gelaunt, wärend und nachddem ich den Baum geschmückt habe. Ist doch immer wieder schön, wie Kleinigkeiten bei mir zu einer Hochstimmung führen können ^^ *sing*
Zudem bin ich seit gestern Abend wieder in jeder freien Minute am Gitarre spielen. Nur tun mir jetzt schon wieder die Fingerkuppen weh. Warum müssen die Stahlseiten auch so hart sein? Aber egal. kurze Gitarrenpause, etwas Handcreme und das passt schon.

21.12.08 11:40, kommentieren

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Weihnachtsfeier und die üblichen Gedankengänge

Gestern war Weihnachtsfeier von dem Haus, bei dem ich in Betreuung bin. Alle, die irgendwo mit Betreuung von denen wohnen waren da. Natürlich kannte ich nur meine Mitbewohner (wobei nur zwei von den vier anderen da waren) und zwei Betreuer von der WG. Die dritte Betreuerin ist derzeit in Urlaub. Eine kannte ich noch aus der Klinik und eine habe ich durch meine Betreuerin kennen gelernt. Somit wären wir dann also schon bei 6 der anwesenden, die ich zumindest halbwegs kannte.
So saß ich da also unter lauter fremden Leuten und hab versucht, mir die Panik möglichst wenig anmerken zu lassen. Ergebnis: Ich war die ganze Zeit so angespannt, dass ich heute Muskelkater davon hab und ich hab den ganzen Abend nichts gegessen, außer einem Stück Kuchen, dass mir aufgedrängt wurde. Und wir sind um 16:40 in der WG losgegangen und waren erst um 21:30 wieder zurück. Ich habe mir dann wohl noch ein Brot gemacht, aber abgenommen habe ich natürlich trotzdem.
Nicht das mich das stören würde, aber ich weiß ja, dass der Stoffwechsel langsamer arbeitet, wenn man zu wenig isst und hab jetzt natürlich Angst, wieder zuzunehmen, wenn ich halbwegs genug esse. Also esse ich wohl weiter regelmäßig morgens, mittags, abends, aber eben trotzdem jeweils zu wenig.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, wie das weitergehen kann. Entweder es geht so weiter wie die letzten Tage und ich nehme weiter ab. Das wird meine Thera wohl wenig erfreuen (und die sieht selbst, wenn ich nur 1-2kg abgenommen hab) und es heißt wieder: ich mache Rückschritte.
Andere Möglichkeit wäre, dass ich irgendwann so lange zu wenig gegessen habe, dass ich anfange zu fressen und Ende der Ferien wieder auf meinem Höchstgewicht bin oder wieder alles, was ich gegessen habe in der Toilette entsorge.

So, und weil das so enorm gute Aussichten sind, gehe ich jetzt in die Küche was kochen.

20.12.08 18:00, kommentieren

Willkommen zurück im World Wide Web

So, meinereiner meldet sich nach langer Zeit mal wieder zurück. Ich bin jetzt umgezogen. Es hat doch noch bis anfang September gedauert, bis alles so weit geregelt war, dass der Umzug stattfinden konnte. Dann lief aber alles ohne Probleme. Nur hatte ich bis letzte Woche noch keinen Internetzugang, weil ich ziemliche Probleme mit dem Anbieter hatte. Hat mich so manchen Nerv gekostet, bis das dann endlich mal hingehauen hat.
Mit meinen Mitbewohnern komme ich sehr gut klar. Hat von anfang an gestimmt. Hier bei uns in der WG sind drei Betreuer. Die sind auch total nett. Meine Bezugsbetrerin geht mir nur manchmal auf die Nerven, wenn immer nur so Kommentare kommen, wie "damit musst du dich halt mal abfinden" ; "warte doch erst mal ab" oder "mit den Konsequenzen musst du jetzt leben". Mag ja sein, dass das so ist, aber mit manchen Dingen kann ich mich nicht so einfach abfinden und an manchem hängt eben mehr (wenn nicht meine ganze Lebensplanung) von ab.

Aber im Allgemeinen hat sich seit dem Auszug von zuhause vieles schon verbessert. Das schneiden ist auf eine Minimum reduziert; wann, wieviel und was essen ist immernoch so eine Sache für sich, aber zumindest ist in meinem Hirn angekommen, dass es nicht gut ist Mahlzeiten ausfallen zu lassen und ich bemühe mich regelmäßig zu essen. FAs und der darauffolgende Gang zur Toilette sind nicht mehr soo häufig. Wobei ich bei allem noch das Gefühl habe, es könnte schnell wieder umschwenken.
Das größte Problem sind im Moment wohl noch die Ängste und die extremen Stimmungsschwankungen. Aber zumindest meine Beteuer sind zuversichtlich, was die zukunft angeht. Auch wenn ich diese Zuversicht nicht immer teilen kann und Zeitweise immernoch denke, das alles hat keinen Sinn.

 So weit eine kurze Zusammenfassung ^^ ich werde mich aber nun, da ich wieder Internet habe, wohl wieder öfter melden.

1 Kommentar 18.12.08 15:34, kommentieren

Freudentränen

oh man, ich bin grad nur noch am heulen. Und das ausnahmsweise mal weil ich glücklich bin.

Ich habe gerade meine e-mails abgerufen und finde zwei Mails von der WG. Das Jugendamt hat der Kostenübernahme für die WG zugestimmt. Wenn möglich soll ich noch in den Ferien unziehen. Das wäre innerhalb der nächsten anderthalb Wochen!

wow, ich bin grad ganz durcheinander. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet, dass das noch irgendwann hinhaut. Und erst recht nicht so schnell

 ui bin total aufgedreht

2 Kommentare 30.7.08 16:37, kommentieren

Was ist es wohl für ein Gefühl zufrieden zu sein?

Ich weiß es nicht, denn ich bin nicht zufrieden. Ich hasse mich! Ich hasse meinen Körper!

Und aus irgendeinem mir unverständlichen Grund laufen mir die Typen jetzt in Scharen hinterher. Jeder erzählt mir, wie toll er mich doch findet und ich komm überhaupt nicht damit klar. Verabscheue mich nur noch mehr.

Jetzt bin ich am Freitag verabredet und ich hab Angst. Angst vor einer Beziehung, Angst zu versagen, Angst ihm weh zu tun. Dabei könnte alles so schön sein. F*ck warum kann ich nicht einfach nur einmal "normal" sein?

Will mir die Arme zerschneiden, will es nicht. Will hungern, schaff es nicht. Will kotzen, will mich nicht noch weiter zerstören. Will mich bestrafen, will endlich "gesund" werden.

Ich weiß nicht, was ich will....

14.7.08 00:42, kommentieren

Kunsttherapie

Meinereiner hat jetzt Ferien. Und was macht man da am besten? Zumindest mal möglichst viel Zeit außer Haus verbringen. Also habe ich schon vor längerem einen Workshop Kunsttherapie im Museum gebucht. Der fand die letzten drei Tage statt. Und was soll ich sagen? Ich fand es klasse. Zwar bin ich jeden einzelnen Tag an meine Grenzen gestoßen und bin jetzt einfach nur noch müde, aber dabei habe ich festgestellt, dass meine Grenzen nicht mehr so eng sind, wie ich sie in Erinnerung hatte, dass sie im Gegensatz sogar (für meine Verhältnisse) unglaublich weit geworden sind.

Dabei erstaunt mich immer wieder, wie ich mich selbst sehe und wie andere mich sehen. So war ich zum Beispiel felsenfest davon überzeugt so ziemlich ununterbrochen geredet zu haben, oder zumindest sehr viel. Als ich eben noch mit der Referentin gesprochen habe, war sie sehr überrascht über meine Bewertung, da sie meinte, ich habe nicht so viel gesagt. So viel zu meiner verqueren Wahrnehmung...

Heute stand ich dann noch im Museum und hab geheult. Das wäre vor ein paar Wochen so auch noch nicht möglich gewesen. Auch wenn das jetzt nicht ein sonderlich tolles Gefühl war. Wir standen vor einem Bild mit fünf Personen. Jeweils zwei standen als Paar zusammen und eine Frau war alleine etwas abseits der anderen. Dieses Bild sollten wir nachstellen. Ich war die Frau die Abseits stand. Das nur zu stellen war noch in Ordnung, aber dann sollten wir noch dazu reden und dann fingen die beiden Paare an über mich als abseitsstehende abwertend zu reden. Da war ich wieder 13 Jahre alt und auf meiner alten Schule die Außenseiterin. Damals, als der ganze Scheiß angefangen hat. Ich wollte nur noch weg und hab gezittert und geheult. Die Referentin kam dann zu mir und hat mir, hat sich neben mich gestellt, mich am Arm genommen und mich unterstützt. Eine der anderen kam dann auch noch und hat mir die Hand gegeben.

Und ich dachte ich sei mittlerweile halbwegs darüber hinweg....

Später habe ich dann noch kurz mit der Referentin gesprochen und mich dann mithilfe meines Fahrrads wieder zurück auf den Boden gebracht.

5.7.08 21:52, kommentieren

Löcher, Löcher und noch mehr Löcher

Tja, so viel dazu, dass ich wieder ganz am Boden bin. Der Boden hat nur leider ein Loch und das scheint kein Ende zu kennen. Es geht also noch weiter abwärts. Hatte ich gesagt, nach der Klinik ginge es viel besser?.....

13.6.08 16:10, kommentieren