Hüllenfüllertabak abhanden gekommen

"Hauptsache ist ja, dass es Ihnen gut geht".
Nun, ich würde sagen, dass ist der Knackpunkt. Wie fühlt sich das an, ´gut´ ? Wie fühlen sich Gefühle an? Was ist das überhaupt. Ich schleppe einen Körper mit mir spazieren, der kaum noch die Grundbedürfnisse hinaus in die Welt flüstert.

Im Kontakt etwas zu laut, zu fröhlich, zu VIEL. Zeigt allen: guckt her ich habe es geschafft, mir gehts gut, ich kann arbeiten, bin belastbar. Hohler Nachklang in mir selbst. Die Welt bleibt draußen vor meiner Körperhülle zurück. Die Poren sind verstopft. Das Leben dringt da nicht durch. 

 

 

Körperhüllenalltagsleben

nichts ungewöhnliches

Hüllenfüllertabak 

abhanden gekommen

vielleicht im Zug liegen gelassen

...

1 Kommentar 6.6.10 18:08, kommentieren

Werbung


Schilddrüsenstörungen

ein typisches Gespräch: "Ich hab immer das Gefühl sofort zuzunehmen, wenn ich normal esse...". "ach Quatsch, niemand nimmt sofort zu. Und auch nicht, wenn du normal isst!"
Was soll ich sagen, ich anscheinend schon. Jetzt habe ich die Ärtzliche Erklärung dafür: Schilddrüsen-Unterfunktion. Meine ES ist also wohl der Grund dafür, dass ich nicht ZUgenommen hab. Morgen hab ich den nächsten Arzttermin. ich hoffe ja mal, dass die da irgendwas machen können, dass ich vielleicht mal essen kann, ohne mich sofort dick zu fühlen.

Ansonsten bestimmen die Arzttermine, Therapie und Betreuungsgesrpäche im Moment so ziemliche mein ganzes Leben. Schon irgendwo traurig. Naja, die nächsten zwei Wochen ist mal keine Therapie. Ich hasse es, wenn ich keine Therapie hab -.-
Zudem muss ich jetzt am Donnerstag die neue Betreuerin anrufen *Angst ...... PANIK* Die habe ich auch die nächsten drei Wochen als Betreuerin, weil meine in Urlaub ist. Aber ich kenne die doch gar nicht. *versteck*

 

22.7.09 21:52, kommentieren

Tonne

Ich komme (mal wieder) nicht klar. Dabei ist eigentlich alles bestens. sollte es sein...
Bin nur müde. Morgens, Mittags, Abends. Trotz Kaffee. Will am liebsten nur im Bett liegen und nichts machen. Nein, das will ich auch nicht. Will eigenlicht gar nichts. Aber man kann doch gar nicht nichts wollen. Wenn man etwas nicht will, impliziert das, dass man etwas anderes (wohl das Gegenteil) wollen müsste. Ich will aber gar nichts. Weder schlafen, noch wachen; weder Kontakt haben, noch alleine sein; weder raus gehen, noch drinnen bleiben; weder reden, noch schweigen; weder leben, noch sterben. Einfach nichts. Das macht mich verrückt. Denn für irgendetwas muss man sich ja zwangsläufig entscheiden.

Hab das Gefühl, ich sei eine fette Tonne, die durch die Gegend rollt. "bum bum" der Elefant stampft vorbei. Meine Betreuerin behauptet einen höheren BMI zu haben, als ich. Das kann nicht sein! Die ist so dünn.... ich kann mich auch selbst verarschen.

Und dann nächste Woche das Vorstellungsgespräch. Ich krieg schon wieder Panik. So wird das nie was. Hab auch nichts anzuziehen.

Nimmt der ganze Mist denn nie ein Ende.............................?

Die Angst ist wieder allgegenwärtig

5.6.09 22:52, kommentieren

Abi-Stress (?)

Nach einem kurzen (oder auch etwas längerem) Ausflug in die Welt der Manie und zeitweiser Beendigung des Single-daseins, bin ich wieder in meiner Realtät angekommen.
Keine zwei Tage mehr bis zu meiner nächsten Abiklausur und langsam kommt die Nervosität wieder. (-> von Angst sprech ich gar nicht erst, die ist ja nunmal generell mein ständiger Begleiter.) Gelernt habe ich natürlich nicht genug. Wenn man das, was ich getan habe überhaupt also solches bezeichnen kann. Ich habe einfach nie gelernt zu lernen und werde es nun wohl auch nicht mehr lernen. Macht Hoffnung für das Studium (bitte Ironie überlesen...)

Des weiteren habe ich endlich meinen inneren Schweinehung besiegt und treibe wieder regelmäßig Sport. Was da bedeutet, dass ich jeden Tag Joggen gehe. Natürlich gibt sich Madame Perfektionistin damit nicht zufrieden und meckert weiter an sich rum, dass sie keine Ausdauer hat und mit dem bisschen Sport auch nicht weiter kommt. Vor allem dann nicht, wenn sie weiterhin so viel frisst.

Zumindest besteht noch die leise Hoffung, dass mein Körper sich vielleicht wieder der Form annähert, die ich von ihm früher mal gewohnt war. Aber dafür muss ich erst einmal am Ball bleiben. 

So - Let's hope the best. 

1 Kommentar 3.5.09 23:14, kommentieren

Omas Geburtstag

Meine Familie ist gestorben. Für mich sind das Fremde, die ich zufällig schon einmal gesehen habe.
Ich habe nie viel Unterstützung von ihnen bekommen. Das habe ich immer so hingenommen. Ich kenne es ja nicht anders. Ich habe das Mobbing alleine durchgestanden, kämpfe ohne meine Eltern gegen meine Krankheit, habe es ohne ihre Hilfe geschafft auszuziehen und gehe jetzt ohne ihre Unterstützung ins Abitur.
Ich habe nie große Erwartungen an sie gestellt. Jetzt könnt ihr mich auch mit allem anderen in Ruhe lassen.
Was passiert ist? Ich gehöre nicht mehr dazu. Bin eine Fremde, entfernte Bekannte, die nicht dazu gehört, wenn die Familie sich trifft.

Meine Oma ist heute 81 geworden. Ich wollte ihr eine Freude machen, sie überraschen. Also bin ich hin gefahren. Hab unterwegs noch Blumen gekauft. Hin habe ich 30min mit dem Fahrrad gebraucht. Zurück nur 10. Auch kann ich mich an den Rückweg kaum erinnern. Sie war nicht da. Ich habe die Blumen bei den Nachbarn abgegeben.

Meine Oma ist bei meinen Eltern eingeladen. Ich nicht.

20.2.09 17:28, kommentieren

Krank

Kopf in den Sand stecken und alles nicht mehr sehen müssen. Den ganzen Mist, den Trümmerhaufen, der mein Leben bildet. "Du guckst ja gern in die Vergangenheit und dort vornehmlich auf das Schlechte" Ja, toll, es gab da ja so viel gutes! :*(
Ich will einfach nicht mehr. Ich will keine Schule mehr, will keine Ängste mehr, will meine Familie nicht mehr, will keine Betreuung mehr, will mich nicht mehr, will mein Leben nicht mehr! Ich weiß nicht, was ich will.
Ach scheiße, "wo siehst du dich in einem Jahr" unter der Erde. Ich habe noch nie an meine Zukunft geglaubt.
"deine Gegenwart kann einen ja schon ganz schön runter ziehen" super, toll. Das ist so unheimlich aufmunternd und hilft sich zu öffnen. Ich kann mir auch wieder meine Maske überziehen. Dann ziehe ich wenigstens keinen mit runter. Wie heißt es so schön bei Oswald Henke:

~ein Spaziergang durch ein Mienenfeld ist allein erträglicher,
             denn so verliert man nur sich selbst.~

 

 Mist Mist Mist Mist Mist Mist Mist

2 Kommentare 28.1.09 20:09, kommentieren

Ich bin scheiße!

Warum müssen sich immer irgendwelche Menschen in sein Leben einmischen? Ungefragt wird man wieder in irgendwas hineingezogen und kommt dann nicht mehr heraus. Man kann auch nicht mal einfach nur mit nem Typen befreundet sein. Nein! Es muss immer gleich eine Beziehung herausspringen.
Und ich kann die anderen dabei immer nur verletzen und enttäuschen.
Verdammt, lasst mich doch einfach alles in Ruhe! ICH WILL KEINE BEZIEHUNG!
Wie laut muss ich das herausschreien, damit es nicht mehr einfach überhört wird?
ICH WILL KEINE BEZIEHUNG!!
Und warum gehe ich überhaupt noch Abends weg? Warum rede ich noch mit fremden Menschen? Das gibt eh nur wieder Ärger. Ich will das nicht mehr! Ich will grad überhaupt keine Menschen sehen.
Warum muss der Mensch ein Herdentier sein? Warum nicht einfach als Einsidler irgendwo weit ab der Zilisation leben und in Einsamkeit sterben? Da kann man wenigstens nichts falsch machen und andere dabei verletzten.
HILFE! Und gleich muss ich zu meiner Familie ....

allen anderen ein Frohes Weihnachtsfest.

1 Kommentar 24.12.08 13:36, kommentieren